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Ein kleiner Erfolg........ doch es gibt noch viel zu tun

In meinem Artikel vom 04.01.2019 "Vorbeugende Schutzjagd auf den Vielfraß" habe ich über die Schutzjagd auf Vielfraße in Schweden berichtet. Unter anderem hatte die Rentiergemeinschaft Jinjevaerie  den Abschuss von insgesamt 6 Vielfraßen bei der Landesregierung Jämtland beantragt, bewilligt wurde der Abschuss von 3 Vielfraßen.

Gestern, Montag den 14.01.2019,  hat das Verwaltungsgericht  den Schutzjagdbeschluss der Landesregierung Jämtland wieder aufgehoben.  Der Einspruch von Svenska Rovdjursföreningen hatte Erfolg.

Jetzt kann man nur hoffen, dass die Jagd auf 4 Vielfraße der Rentiergemeinschaft Tåssåsen auch abgebrochen werden muss, da Svenska Rovdjursförening auch hier Einspruch eingelegt hat. Schlimm genug, dass die Ausübung der Jagd nicht aufgehoben wird bis das Gericht entschieden hat.

 

Doch damit nicht genug:

Am Wochenende wurde im Bundesland Västerbotten ein Wolf geschossen. Auch hier hatte die Landesregierung erst am Freitag (11.01.2019) dem Antrag einer Rentiermeinde zugestimmt und bereits am Wochenende  wurde der Wolf erlegt. 

Anmerkung: Wenn man dies mit den Versuchen in Deutschland Wölfe lediglich zu fangen vergleicht, muss man sagen, dass man in Schweden bei der Jagd von großen Raubtieren wesentlich erfolgreicher ist, leider.

 

Ebenfalls am letzten Wochenende  stellte die Rentiergemeinde Tåssåsen bei der Landesregierung Jämtland  einen Antrag zur Schutzjagd auf einen Wolf. Obwohl man diesen Wolf noch keinem Wolfsrevier zuordnen kann, eine DNA Probe wurde erst jetzt nach Grimsö zur Analyse geschickt, hat man der Schutzjagd von Seiten der Landesregierung zugestimmt.  Die Jagd vom Hubschrauber aus ist zugelassen, sowie die Verfolgung mit dem Schneemobil und der Einsatz von 3 Hunden. 

Zur gleichen Zeit findet die Jagd auf ein Wolfspaar auf den Rentiergebieten der Rentiergemeinde Handölsdalens Sameby statt.

 

Auf dem Gebiet der Rentiergemeinde "Njaarke Sameby" ist die Jagd auf eine Luchskatze mit ihren zwei Jungen behördlich zugelassen. Auch hier kommen bei der Jagd Hunde zum Einsatz. Die Jagenden werden zudem  angehalten zuerst die Jungluchse zu schießen bevor man die Luchskatze tötet.

 

Und zu guter Letzt sind da noch weitere Anträge zur Schutzjagd auf  Vielfraße. Neben den oben genannten Rentiergemeinden Tåssåsen (beantragt wurde der Abschuss von 12 Vielfraßen - bewilligt wurden 4) und Jinjevaerie (beantragt wurde  der Abschuss von 6 Viefraßen - bewilligt wurden 3)  , hat die Rentiergemeinde "Ruvhten Sijte" den Abschuss von 4, die Rentiergemeinde "Mittådalen"  den Abschuss von 10 und die Rentiergemeinde "Voernese" den Abschuss von 1 Vielfraß, -insgesamt 15 Vielfraßen-, beantragt.

 

Welch ein Wahnsinn

 

Infos hier:

Svenska Rovdjursförening

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