Luchsjagd Schweden 2020 und die Erweiterung der Jagd auf mehr Tierarten z.B. das Eichhörnchen

In diesem Jahr sind in Schweden 108 Luchse zur Bejagung freigegeben..Die Jagd hat, wie die Jahre zuvor, am 01.03.2020 begonnen und endet außer für die nördlichen Kommunen/Jagdbezirke am 31. März. In den nördlichen Jagdbezirken endet die Jagd erst am 15. April. Heute am 02.03.2020 sind 32 Luchse bereits getötet. 

Wer verfolgen möchte, wie viele Luchse schon getötet worden sind, kann dies hier tun.

 

Darüber hinaus wurden im Winter 2019/2020 für Luchse  17 Anträge auf Schutzjagd gestellt. Diese 17 Anträge bezogen sich auf insgesamt 27 Luchse. Von den 17 Anträgen wurden 14 Anträge (17 Luchse) bewilligt und 8 Luchse getötet.

Es wurden desweiteren Schutzjagdanträge  gestellt auf: Vielfraß, und Wolf

12 Anträge für total 41 Vielfraße. Bewilligt wurden 6 Anträge für total 13 Vielfraße, von diesen wurden 11 getötet

21 Anträge für total 29 Wölfe, Bewilligt wurden 18 Anträge für total 22 Wölfe, von diesen wurden 14 getötet.

Nachzulesen bei Svenska Rovdjursförening

 

 

Zur Information: Das schwedische Umweltbundesamt überarbeitet die Jagdzeiten und die Arten der Tiere, die zur Jagd frei gegeben sind. So soll nach Auffassung des Amtes auch die Jagd auf Eichhörnchen und das Hermelin wieder zugelassen werden. Auch viele Vogelarten, die momentan nicht zur Bejagung frei gegeben sind, sollen zukünftig jagdbar sein.

 

Das Ministerium schreibt dazu als Begründung für das Eichhörnchen:

Zitat: 1. In Übereinstimmung mit der Strategie für das schwedische Wildtiermanagement, sollten Jagd, Wildtourismus und andere Verwendungszwecke von Wild nicht durch ungerechtfertigte Hindernisse eingeschränkt werden. Ausgangspunkt muss sein all dies zu fördern.

 

Desweiteren schreibt das Umweltbundesamt:

Zitat: 2.Die Jagd kann Schäden verhindern. "Eichhörnchen können unter Dächer oder auf Dachböden gelangen und dort ihre Nester bauen."

 

Um eine weitere Art, das Hermelin (Mustela erminea), ist es auch schlecht gestellt. Ebenfalls das Hermelin will man wieder zur allgemeinen Jagd frei geben. 

Begründung für das Hermelin:  1. siehe oben, dieselbe wie beim Eichhörnchen. 

                                                                         Zitat: 2. Das Hermelin lebt von Haustieren, Eiern und Küken diverser Bodenbrüter und bedroht in

                                                                                             Nisthöhlen  brütende Vögeln "Außerdem ist das Fell des Hermelins eine nützliche   

                                                                                             Ressource."

 

Die Richtung des Umweltbundesamtes ist klar zu erkennen. Jagd ist eine sehr lukrative Einnahmequelle. Der Norden Schwedens hat kaum Industrie und Arbeitsplätze sind rar. Der Staat und die Politiker sehen in der Erweiterung der Jagd und der Unterstützung der Jäger eine Möglichkeit Wählerstimmen zu generieren. Auf Kosten vieler Tierarten. Viele Organisationen (Naturschutzvereine usw.) kämpfen dagegen an. Ich hoffe, dass sie erfolgreich sind und Aufmerksamkeit bei den zuständigen Behörden finden. 

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