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Sie können es einfach nicht lassen......... die Jäger

Der schwedische Reichsverband der Jäger (JRF, Jägarnas Riksförbund, bekommt in diesem Jahr 7,5 Mill. Kronen - ca. 753000.- Euro - Zuschuss vom Schwedischen Staat und ist 40000 Mitglieder stark) fordert  in einem Artikel der Hauseigenen Zeitschrift "Jakt och Jägare" (Jagd u. Jäger) für das Jagdjahr 2018 den Abschuss von 356 Luchsen. Die vom schwedischen Staat erteilte Quote für das Jahr 2017 lag bei 79 Luchsen, 81 wurden getötet.

Kann man noch Verständnis dafür aufbringen, wenn Nutztierhalter wie die Samen  (häufig zu unrecht) immer wieder den Abschuss von Luchsen oder anderen Raubtieren fordern, so fehlt mir wirklich jedes Verständnis für diese radikale Forderung eines Teiles der schwedischen Jägerschaft.

Eine Interessensgemeinschaft die deutlich macht, worin ihre wahren Interessen bestehen! Der Reichsverband der Jäger spricht sich z.B. auch offen gegen den Wolf als freilebendes Individuum aus. Das alleine spricht schon für sich.

 

Allerdings ist dieser Hass (anders kann man es nicht bezeichnen) auf Raubtiere nur eine Metapher. Es geht hier um wesentlich mehr, um das Verhältnis von Stadt und Land, schwedische Stadtbevölkerung- zu schwedischer Landbevölkerung.

Deutlich wird dies, wenn man den Artikel genau liest.

 

JRF argumentatiert folgendermaßen,ich zitiere: Die Landesregierungen bestehen aus Hampelmännern, die nur Theater spielen in der Raubtierproblematik/Politik . In Wirklichkeit aber, ist es das Umweltministerium (Stockholm), welches bestimmt.

 

Die schwedische Regierung hat sich als Vollmitglied der EU wie alle anderen Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, bedrohte Tiere und Pflanzen zu schützen. Doch man kommt diesen Verpflichtungen einfach nicht nach. Die Jagd auf geschütze Tiere wie den Wolf, Bär, Vielfraß und den Luchs werden genehmigt und die benötigten Papiere (Cites) vom Staat dazu geliefert.

Noch einmal, die Jagd auf diese Tiere ist verboten!

Und es geschieht trotzdem.

Die Forderung 356 Luchse töten zu dürfen ist an Unverfrorenheit nicht zu überbieten, jedoch kein Einzelfall. Für das Jagdjahr 2018 wurden vom Umweltministerium 22 Wölfe freigegeben. Auch dies eine zu geringe Quote für den Reichsverband der Jäger, hier fordert man eben mal so den Abschuss von 166 Wölfen.

Der schwedische Staat hält sich nicht an die Verträge die er in Brüssel unterzeichnet hat und gibt so an seine Bürger die falschen Signale, was letzendlich zu diesen unverschämten Forderungen führt.

 

 

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