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Vorbeugende Schutzjagd auf den Vielfraß

Die Landesregierung von Jämtland (Schweden) hat dem Antrag zweier Samendörfer zugestimmt und  "Schutzjagd" auf insgesamt

7 Vielfraße erlaubt. 

Auch in diesem Winter erteilt das Bundesland Jämtland die Genehmigung zum Töten von insgesamt 7 Vielfraßen. Obwohl der Bestand der Vielfraße in Schweden nicht gesichert ist. Das Samendorf Tåssåsen hatte einen Antrag zum Abschuss von 12 und das Samendorf Jinjevaerie von 6 Vielfraßen an die zuständige Behörde gestellt. Bewilligt wurde die Tötung von,- für Tåssåsen  4 Vielfraße respektive

für Jinjevaerie 3 Vielfraße. Ebenfalls das Samendorf Voernese hat einen Antrag zur Schutzjagd auf den Vielfraß gestellt. Wie viele Tiere beantragt wurden ist mir leider noch nicht bekannt.

Der Bestand des Vielfraßes in Schweden ist nicht gesichert. Das Ziel  einer Population mit mindestens 600 Tieren wurde nach der Inventarisierung im Jahr 2018 wieder nicht erreicht. Diese Mindestgrenze kann nur eine prophylaktisch Wirkung haben. Auch wenn diese Mindestanzahl von Vielfraßen gezählt worden wäre, ergibt  sich daraus keine Begründung die Jagd auf diese Tierart wieder frei zu geben. Die Natur ist wesentlich komplexer, als das die Auswertung einer Tierart während eines Jahres als Unterlage eines solchen Eingriffs dienen könnte oder dürfte.

 

Diese 7 Vielfraße in Jämtland sollen aus Sicherheitsgründen -sogenannte  "vorbeugende Maßnahmen"- getötet werden, da man davon ausgeht, dass sie möglicherweise Rentiere angreifen und töten könnten. Bis jetzt wurden weder Verletzte oder gar tote Rentiere gefunden. Und selbst wenn Rentiere o.ä. zu Schaden gekommen  wären, ist dies noch kein Grund diese Beutegreifer zu töten.

Zwei Organisationen, Nordulv und Svenska Rovdjursförening, haben den Beschluss der Landesregierung über klagt. Während das  zuständige Gericht über den Einspruch entscheidet, hatte man um Aussetzung der bereits begonnenen Jagd (Jagdbeginn 01.01.2019) ersucht. Dies wurde vom Gericht abgelehnt.

 

Somit wird, seit dem 01.01.2019,  diesen 7 Vielfraßen nun nachgesetzt, mit dem Ziel  sie zu töten.

 

Es ist kaum zu glauben, dass es auch in diesem Jahr wieder zur Tötung von Beutegreifern kommt, ohne Rücksicht auf die Art und deren Status. Nutztierhalter, ausgenommen Samen, haben keinen Schadensersatzanspruch wenn sie ihre Tiere nicht raubtiersicher  im Freiland umzäunen. Wie schon in vorherigen Artikeln -auf diesem Blog erläutert- bekommt die samische Bevölkerung für die bloße Anwesenheit von Beutegreifern in den Weidegebieten der Rentiere Entschädigungen. Es fließt soviel Geld, das sollte reichen.

 

Stoppt das Töten von Vielfraßen in Schweden!

 

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