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In Deutschland ausgewildert, in Skandinavien getötet!

In Deutschland versucht man den Luchs wieder anzusiedeln, und setzt, natürlich unter intensivster Begleitung durch die Medien, Tiere aus. Teilweise handelt es sich bei diesen Luchsen um Tiere, die in Gefangenschaft aufgewachsen sind. Wie man mittlerweile all zu oft festsstellen musste, werden viele dieser ausgewilderten Luchse im Straßenverkehr getötet (infrastrukturbedingte Mortalität nennen das die Wissenschaftler). Wieder andere werden auf grausamste Weise illegal gejagd, gewildert. Behörden und Polizei haben bis heute noch keinen Weg gefunden diese illegale Jagd zu unterbinden.

 

Das genaue Gegenteil passiert in  Schweden. Dort erteilt man, neben der Lizenzsjagd auch noch die Genehmigung zur Schutzjagd auf Luchse.

Aktueller Fall:

Eine Luchsmutter und ihre drei Jungen (Jungtiere vom vergangenen Jahr) sind zur Schutzjagd freigegeben. Ein Samendorf hat Ende Januar bei der Landesregierung in Jämtland einen Antrag auf Schutzjagd für diese vier Luchse gestellt, und diese wurde nun am 01. Februar mit sofortiger Wirkung bewilligt.

Ein Argument für die Schutzjagd:  Die Luchsmutter bringe ihren Jungen das jagen bei und würde daher mehr Rentiere töten als normal. Das ist schlichtweg falsch! Die Luchsmutter bezieht die Jungtiere mehr in ihre Jagden ein, um ihnen das Jagen beizubringen. Sie tötet aber nicht mehr Tiere. Dies ist eine typisch menschliche Denkweise.

Im Gegensatz zu in Gefangenschaft aufgewachsenen Luchsen, weiß diese Luchsmutter genau was sie zu tun hat. Sie unterweist ihre Jungen in der Jagd und gibt ihnen somit eine gute Grundlage für ihr zukünftiges Leben.

Das wird dieser Luchsin und ihren drei Jungen nun zum Verhängnis.

 

In Norwegen findet seit dem 1. Februar wieder die alljährliche Jagd auf Luchse statt. 38 Luchse dürfen insgesamt getötet werden, dies ausschließlich in zwei Landesteilen. In den anderen Landesteilen wird es in diesem Jahr keine Luchsjagd geben, da der Bestand (man schätzt den Gesamtbestand auf 330 Luchse)  zurück gegangen ist. Desweiteren dürfen nur 12 weibliche Luchse geschossen werden, was bedeuten könnte, dass man die Jagd abgebrechen wird wenn diese Quote erfüllt ist. 

Bereits am ersten Jagdtag waren 12 Luchse erlegt.

 

Auf der einen Seite fördert man Projekte um Tierarten wieder auszuwildern, und somit einmal dagewesene Natur wieder zu erschaffen. Andererseits töten wir die gleiche Tierart wo sie natürlich vorkommt, da sie unseren persönlichen Profit verringert.

 

 

 

 

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